Tag der berufstätigen Eltern am 16. September
Kreisverwaltung stärkt Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Beruf und Familie „unter einen Hut“ zu bringen, ist für viele Mütter und Väter eine tägliche Herausforderung. In den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für Familien und für Arbeitgebende gewandelt - die Vereinbarkeit von Arbeit, Kinderbetreuung und auch die Pflege älterer Angehöriger ist anspruchsvoller geworden: Mütter kehren früher und mit höheren Stunden in den Beruf zurück, Väter nehmen Elternzeit.
Der weltweite Tag der berufstätigen Eltern am 16. September möchte die Leistungen von Müttern und Vätern würdigen, die den Spagat zwischen Erwerbstätigkeit und Kindererziehung oder die Pflegearbeit meistern. Gleichzeitig will der Tag auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufmerksam machen.
Der Rhein-Sieg-Kreis als Arbeitgeber hat das erkannt und unterstützt berufstätige Eltern in vielerlei Hinsicht. Beispielsweise gibt es in der Kreisverwaltung weit über hundert verschiedene Teilzeitmodelle. Dazu gehören auch die Teilzeit in Elternzeit oder aus anderen familiären Gründen. In bestimmten Bereichen wird sogar die Ausbildung in Teilzeit angeboten. Das betrifft unter anderem die Sparten Verwaltungswirtin beziehungsweise Verwaltungswirt, Verwaltungsfachangestellte beziehungsweise Verwaltungsfachangestellter, Fachangestellte beziehungsweise Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (FAMI) sowie im dualen Studium den Bachelor of Laws (Kommunaler Verwaltungsdienst).
Zudem wird umfangreiches Homeoffice ermöglicht: Die Kreisverwaltung hat für mobiles Arbeiten nicht nur eine entsprechende Infrastruktur geschaffen, auch die Ausstattung mit Hardware wird von den Mitarbeitenden mehr denn je angenommen.
Mütter und Väter in ihrer Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen ist auch eine der Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten. Mit Instrumenten wie zum Beispiel dem Audit berufundfamilie und dem Gleichstellungsplan wirkt die Gleichstellungsstelle daran mit, in der Kreisverwaltung nachhaltige Verbesserungen zu erreichen.
So wird die Kreisverwaltung seit 2018 im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch das Audit berufundfamilie, eine Initiative der Hertie Stiftung, unabhängig bewertet und offiziell auditiert. Vorhandene Angebote werden geprüft und optimiert, weiterführende Ziele einer familienbewussten Personalpolitik definiert und daraus resultierende Maßnahmen kontinuierlich umgesetzt. Beispielsweise ist die Ermöglichung des beruflichen Weiterkommens trotz Teilzeit ein Ziel, die Mitarbeitenden können sich auf internen Veranstaltungen wie „Spagat des Kümmerns“ oder „Stressmanagement für Väter“ informieren, und in speziellen Schulungen sollen Führungskräfte für das Thema sensibilisiert werden.