Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2026: Mehr Grundstückskäufe, Preise ziehen wieder an

Quelle: Ministerium des Innern NRW

Mitteilung aus dem Ministerium des Innern NRW

2025 hat sich der Grundstücksmarkt in Nordrhein-Westfalen deutlich erholt. Im Berichtsjahr wurden in Nordrhein-Westfalen 124.201 Kauffälle über bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Wohnungs- und Teileigentum mit einem Geldumsatz von 46,01 Mrd. Euro mitgeteilt.
Der Flächenumsatz lag bei 163,09 Quadratkilometer. Dies sind circa 11.000 Kauffälle (+ 10 Prozent) mehr als im Vorjahr. Auch der Geldumsatz stieg gegenüber 2024 um circa 5,29 Mrd. Euro (+ 13 Prozent) an.

Die Anzahl der Kauffälle nahm in fast allen Teilmärkten stark zu.
Eine Ausnahme bilden Baugrundstücke für Geschosswohnungsbau, deren Zahl auf dem Niveau des Vorjahres blieb, sowie Baugrundstücke für Gewerbe und Industrie, bei denen die Zahl der Kauffälle weiter zurückging. Beim Geldumsatz sind mit Ausnahme der Baugrundstücke für Gewerbe und Industrie durchweg Zuwächse zu verzeichnen. Die Preise stagnierten nur bei den Baugrundstücken für Gewerbe und Industrie, während sie in allen anderen Teilmärkten stiegen.

Die Anzahl der Kauffälle für unbebaute Baugrundstücke nahm um 18 Prozent zu, der Geldumsatz erhöhte sich um 12 Prozent. Insbesondere der Geldumsatz bei Baugrundstücken für den individuellen Wohnungsbau wuchs (+ 39 Prozent) an. Die Preise unbebauter Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau haben sich im Schnitt um 2 Prozent leicht erhöht (Bandbreite: (± 0 Prozent bis + 15 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind auch die Preise für unbebaute Baugrundstücke für den Geschosswohnungsbau gestiegen (+ 5 Prozent).

Erneut war ein leichter Preisanstieg in den Kreisen bei den landwirtschaftlichen Grundstücken (+ 8 Prozent) zu verzeichnen. Auch bei den forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken sind die Preise in den Kreisen gestiegen (+ 7 Prozent).
Die Anzahl der Kauffälle hat bei den bebauten Grundstücken insgesamt um 8 Prozent zugenommen, der Geldumsatz stieg ebenfalls (+ 11 Prozent). Der Geldumsatz bei Ein- und Zweifamilienhäusern erhöhte sich landesweit um 13 Prozent, während die Preise durchschnittlich um 3 Prozent gestiegen sind.

Die Anzahl der verkauften Eigentumswohnungen in Nordrhein-Westfalen erfuhr im Berichtsjahr eine Steigerung von + 11 Prozent, der Geldumsatz wuchs um 19 Prozent und die Preise verteuerten sich landesweit um 7 Prozent.

Die höchsten Baulandpreise für individuellen Wohnungsbau in mittleren Wohnlagen werden in Düsseldorf mit 1.100 Euro/qm erzielt.
Bodenpreise ab 650 Euro/qm finden sich in 5 weiteren Städten, hauptsächlich in der Rheinschiene. Dagegen kann in einzelnen rein ländlich strukturierten Gebieten, wie z.B. in der Eifel oder in der Region Sauer- und Siegerland oder Ostwestfalen/Lippe, der Quadratmeter erschlossenes Bauland in mittleren Wohnlagen noch für einen Preis von unter 50 Euro erworben werden.

Beim Wohnungseigentum (Erstverkauf in mittlerer Lage) wurden die höchsten Preise in Düsseldorf mit rund 7.040 Euro/qm, in Münster mit 6.615 Euro/qm, in Köln mit 6.490 Euro/qm und in Bonn mit 6.295 Euro/qm gezahlt.

Diese und andere Daten enthält der Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2026 (Berichtszeitraum 01.01.2025 bis 31.12.2025) , der jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt wird und das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse enthält. Der Bericht informiert umfassend und aktuell über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen.

Der Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen sowie die dem Bericht zugrundeliegenden Grundstücksmarktdaten können unter www.boris.nrw.de kostenlos heruntergeladen werden.

Herausgeber:

Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen
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