Gemeinschaftserlebnis in und abseits der Manage

17. Zirkuswoche der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Meckenheim begeistert einmal mehr

Eine Woche voller Mut, Teamgeist und Kreativität gipfelte in zwei zauberhaften Zirkusvorstellungen vor vollbesetzten Zuschauerrängen. Bereits zum 17. Mal hatte die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) der Stadt Meckenheim zur Zirkuswoche eingeladen und die Resonanz war ungebrochen groß. Insgesamt 125 Kinder schlüpften eine Woche lang in unterschiedliche Rollen, begleitet von 26 jugendlichen Teamerinnen und Teamern. Es wurde fleißig trainiert, geprobt, gespielt, gemeinsam gegessen und gelacht, um zum Abschluss im großen Zirkuszelt des Circus ZappZarapp die einstudierten Kunststücke gekonnt zu präsentieren.

„Ich war selbst begeistert davon, was in dieser Woche entstanden ist“, sprach OKJA-Leiter Björn Schmitz von einer unglaublich guten und runden Sache. „Wenn man am Ende im Zirkuszelt sitzt, die Kinder in der Manege sieht und das Publikum erlebt, merkt man erst, was alle Beteiligten in dieser kurzen Zeit gemeinsam geschaffen haben“, frohlockte Schmitz, der in seiner Funktion erstmals die Gesamtverantwortung übernommen hatte. Die konkrete Projektorganisation und -begleitung lag in den Händen von Nicole Arenz, Mitarbeiterin des pädagogischen Teams der OKJA und projektzuständig für die Zirkuswoche. Natürlich verschaffte sich auch Bürgermeister Sven Schnieber einen Eindruck von dem phänomenalen Projekt und eröffnete die erste Vorstellung. Die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kuchta übernahm diesen Part für die zweite Aufführung.

Bild vergrößern: Eine Menschenschlange steht vor dem Zirkuszelt.
Hereinspaziert: Die Vorführungen lockten viele Besucherinnen und Besucher in das große Zirkuszelt auf der Werferwiese.

Die Zirkuswoche spielte sich aber nicht nur im großen Zelt ab, sondern gleich in mehreren städtischen Einrichtungen. Der Tag begann für die jungen Artistinnen und Artisten im Mosaik-Kulturhaus und führte sie von dort zum gemeinsamen Training ins Zirkuszelt und zu den weiteren Übungsbereichen. Nach dem Mittagessen in der Jungholzhalle nutzten die Teilnehmenden die Räume und Angebote des Mosaik-Kulturhauses, um eine Pause einzulegen, bevor sie der Weg zurück in das Zirkuszelt und in die Wettkampfhalle führte. Hier standen die nächsten Übungseinheiten auf dem Programm.

Eine besondere Rolle übernahmen die 26 jugendlichen Teamerinnen und Teamer, die sich im Vorfeld von zwei Zirkuspädagogen in insgesamt 16 verschiedenen Zirkusdisziplinen hatten schulen lassen. Dieses Wissen gaben sie in der Zirkuswoche an den Nachwuchs weiter. Für die Teilnehmenden entstand eine zielgerichtete Form des Lernens auf Augenhöhe. „Das Besondere ist für mich, dass hier Kinder vor allem von Jugendlichen lernen. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung, geben ihr Wissen weiter und wachsen dabei selbst in ihre Rolle hinein. Gleichzeitig erleben die Kinder, dass sie von jungen Menschen ernst genommen und angeleitet werden“, erläuterte Björn Schmitz.

Das Resultat mündete in den beiden Aufführungen und der Generalprobe zuvor. Rund 80 Besucherinnen und Besucher, darunter zahlreiche Gäste aus den Kindertageseinrichtungen sowie Mitarbeitende der städtischen Jugendhilfe, verfolgten gespannt die Darbietungen vor den offiziellen Veranstaltungen. Diese fanden schließlich vor vollbesetzten Rängen statt. Und das Publikum belohnten die jungen Artistinnen und Artisten verdientermaßen mit viel Applaus für ein fantastisches Zirkusprogramm, das die Kinder gemeinsam mit den Jugendlichen innerhalb weniger Tage gelernt und einstudiert hatten. „Die Zirkuswoche hat für mich ganz klar gezeigt, welches Potenzial in diesem Projekt steckt. Wir haben in diesem Jahr bereits sehr viel erreicht und ich sehe noch Möglichkeiten, die Zirkuswoche in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und zu einem noch größeren Erlebnis für Kinder, Jugendliche und Familien zu machen“, resümierte Björn Schmitz. Seinen Dank richtete er an alle Sponsoren und Unterstützenden, ohne die solch eine wundervolle Woche voller Mut, Teamgeist und Kreativität in dieser Form nicht zu realisieren wäre.