Technisches Lernen und kreatives Gestalten
Animierender 3D-Drucker-Workshop im Mosaik-Kulturhaus
Unter dem Titel „Vom Gedanken zum Objekt“ hat im Mosaik-Kulturhaus Meckenheim ein 3D-Drucker-Workshop für Kinder stattgefunden. Die Kinder erhielten Einblicke in die Welt moderner Fertigungstechnologien und konnten neue technische Kenntnis erwerben. Zudem nutzten sie die Gelegenheit, ihre Kreativität und ihr Interesse an den so genannten MINT-Fächern, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Für die Umsetzung des Projekts hatte der Leiter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) der Stadt Meckenheim, Björn Schmitz, die Räume des Mosaik-Kulturhauses zu Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Projektkoordinatorin Charlotta Quidde verlief konstruktiv und bildete eine wichtige Grundlage für die Durchführung des Workshops. Überdies profitiert man von der Kooperation: Im Rahmen des Projekts erhält das Mosaik-Kulturhaus Meckenheim drei eigene 3D-Drucker. Damit entstehen neue Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche auch künftig für technische Themen zu begeistern und ihnen einen praktischen Zugang zu digitalen Technologien zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt des Workshops stand das eigenständige Ausprobieren. Die Kinder lernten zunächst die Funktionsweise eines 3D-Druckers sowie den Umgang mit dem dazugehörigen Computerprogramm kennen. Sie erfuhren, wie digitale Entwürfe entstehen und wie aus diesen mithilfe des Druckers nach und nach dreidimensionale Gegenstände gefertigt werden. Bereits am Ende des ersten Workshop-Tages konnten die Kinder ihre ersten eigenen Figuren entwerfen und anschließend selbstständig herstellen. Vom digitalen Modell bis zum fertigen Objekt erlebten sie unmittelbar, wie ihre Ideen Gestalt annahmen. Das eigene Werk schließlich in den Händen halten zu können, machte den Lernprozess besonders anschaulich und motivierend.
Die praktische Arbeit bot den jungen Menschen die Gelegenheit, persönliche Ideen umzusetzen, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten auszuprobieren und erste Erfahrungen im Umgang mit digitalen Werkzeugen zu sammeln. „Der Workshop verband damit technisches Lernen und kreatives Gestalten auf anschauliche Weise. Die Kinder konnten selbst aktiv werden, eigene Lösungswege ausprobieren und erleben, wie moderne Technik dabei helfen kann, persönliche Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Bildungsangebote sind, um junge Menschen frühzeitig an technische Themen heranzuführen und ihr Interesse an den MINT-Bereichen zu fördern“, resümierte Björn Schmitz zufrieden. Künftig will er daran anknüpfen: „Die drei neuen 3D-Drucker bieten uns die Möglichkeit, die Begeisterung für das Thema über die Workshop-Tage hinaus aufzugreifen. Um das Projekt nachhaltig zu gestalten und die Kreativität der Kinder weiterhin zu fördern, werden auch die Mosaik-Mitarbeitenden im richtigen Umgang mit den 3D-Druckern geschult."
Der Workshop ist Teil des zdi-Projekts „MINT-Potentiale entdecken – fördern – ausschöpfen“. Das Projekt wird durch das Regionale Bildungsbüro des Rhein-Sieg-Kreises unter der Leitung von Tim Bayer mit seinem zdi-Netzwerk umgesetzt und durch die Ließem-Stiftung finanziert. Konzipiert und koordiniert wird der Workshop von Projektkoordinatorin Charlotta Quidde. Die praktische Durchführung übernehmen Timo Fischer von der Rebelworks GbR und Axel Ganz vom zdi Düsseldorf.