Schiller – der Dichter als Mensch

Quelle: LeseZeichen e.V. - Bücherbrücke

Autor Udo Weinbörner stellte Auszüge aus seinen Schiller-Romanen vor

Im Rahmen der Meckenheimer Kulturtage stellte der Autor Udo Weinbörner am Freitag, 19. Juni 2026, auf Einladung des Fördervereins LeseZeichen e.V. in der Bücherbrücke Meckenheim Auszüge aus seinen beiden Romanen über den Dichter Friedrich Schiller vor.

Bild vergrößern: Lesung Udo Weinbörner in der Bücherbrücke Bild: © LeseZeichen
Christian Dürig, 1. Vorsitzender der LeseZeichen e.V. und Udo Weinbörner

Weinbörners Anliegen ist es, seinen Leserinnen und Lesern den Menschen hinter dem berühmten Dichter nahezubringen. Dieses Ziel wurde bereits im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Fördervereins LeseZeichen e.V., Christian Dürig, deutlich, das der Lesung vorausging. Gemeinsam mit seiner Frau Anne Weinbörner, die unter dem Pseudonym Anne Labus ebenfalls Romane veröffentlicht, präsentierte der Autor den trotz der sommerlichen Hitze erschienenen Gästen ausgewählte Passagen aus seinen Werken.

Die Lesung setzte dabei einige überraschende Schwerpunkte. So eröffnete Weinbörner den Abend mit einer Betrachtung der Verbindung zwischen Friedrich Schiller und Ludwig van Beethoven. Weitere Textauszüge beleuchteten den Einfluss bedeutender Frauen in Schillers Leben, darunter Charlotte von Kalb, mit der Schiller eine enge, leidenschaftliche Beziehung verband. Auch das Verhältnis zwischen Schiller und Goethe fand seinen Platz im Programm.
Dabei wurde deutlich, dass Weinbörner aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit Schillers Leben in einzelnen Fragen durchaus eigene Positionen vertritt. Zwischen den Lesepassagen spannte er durch seine Erläuterungen und Hintergrundinformationen einen weiten Bogen über Schillers Lebensweg und dessen historisches Umfeld.

Tatsächlich bot die Lesung einen spannenden Einblick in die Romane, konnte jedoch naturgemäß nur einen kleinen Ausschnitt der ausführlich geschilderten Lebensstationen Schillers präsentieren. Daher bemerkte der Autor verschmitzt lächelnd: „Wer mehr Facetten von Schillers Leben kennenlernen möchte, kommt nicht umhin, meine Bücher selbst zu lesen.“

Mit herzlichem Beifall verabschiedete das Publikum den Autor. Christian Dürig dankte ihm im Namen des Fördervereins LeseZeichen e.V. für einen informativen und unterhaltsamen Abend.