Inklusion künstlerisch aufgegriffen
Eindringliche Bilder-Ausstellung an der Fensterfront des Ratssaales
Hände hoch für die Inklusion: Dieser Aufforderung kamen Meckenheimer Erwachsene, Kinder, Jugendliche, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung nach und setzten ihre Vorstellungen von einer zusammengehörigen Gesellschaft ohne Barrieren kreativ um. 44 dieser sehenswerten und eindringlichen Kunstwerke und Botschaften sind jetzt im Rathaus zu bewundern. Doppelseitig aufgehängt, lassen sich die phantasievoll und individuell gestalteten Hände sowohl von außen an der Fensterfassade des Ratssaales als auch während der öffentlichen Sitzungen direkt im Ratssaal bis zum Beginn der Sommerferien (20. Juli) betrachten.
Die Zeichnungen und Gemälde gefallen durch den künstlerischen Ansatz, vor allem aber durch die Wünsche und Botschaften der Teilnehmenden. So bunt und verschiedenartig die Hände auch geschaffen wurden, sie folgen doch alle einem Gedanken: „Deine Hand für eine Stadt für alle“. So nämlich lautete die Aktion, zu deren Teilnahme „Wir für Inklusion“ und die Evangelische Kirchengemeinde Meckenheim aufgerufen hatten. Viele Menschen unter anderem aus Vereinen, Kindertageseinrichtungen und Freizeitgruppen fühlten sich davon angesprochen, machten mit und beschäftigen sich intensiv mit den Fragen, wie sie sich inklusives Leben in Meckenheim vorstellen und was eine Stadt braucht, damit alle dazugehören. Zahlreiche Werke in geschriebener, gemalter und gemischter Version gingen bis Ende April ein, sodass zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai ein großes Bild aus allen Einsendungen an der Friedenskirche entstehen konnte. Anschließend nahm Bürgermeister Sven Schnieber die Kunstwerke entgegen, um sie an der Fensterfront des Ratssaales einem breiten Publikum zugänglich zu machen. „Jedes einzelne Bild trägt eine wichtige Botschaft in sich, weswegen mir diese Ausstellung bei uns im Rathaus eine Herzensangelegenheit ist“, betont der Bürgermeister und dankt allen Beteiligten, vor allem den Künstlerinnen und Künstlern für ihre Beiträge, die Werte wie Toleranz, Respekt, Chancengleichheit und Gemeinschaft sichtbar machen.