Die Spendenkonzerte für die Tafel und die Stadtsoldaten gehen weiter.

Quelle: Tafel Rheinbach-Meckenheim

Die neue Band NEVER TOO OLD übernimmt die Serie und spielt 1.500 Euro ein. Volles Haus beim Benefizkonzert am 20. Dezember.

Wieder mal "volle Hütte" im Zeughaus der Meckenheimer Stadtsoldaten. Nur die aktuelle Grippewelle verhinderte eine Überfüllung des Saales. Trotz einiger kurzfristiger Absagen waren alle Stühle besetzt.

Bandleader Ludwig Mickisch, früher Kassenwart der Tafel und als Bassist wie einige andere Mitglieder der Band von der alten Formation in die neue gewechselt, stellt die neue Gruppierung als "wahrscheinlich jüngste Oldies-Band Meckenheims" vor. Und bereits das musikalische Erkennungszeichen der Band zeigte die Richtung auf. Mit dem zündenden Riff des Songs "Smoke On The Water" wurde das Programm eingeleitet, gefolgt von Klassikern wie "Johnny B. Goode" von Chuck Berry und "Lola" von den Kinks. Optisch setzte die Gruppe ein deutlichen Zeichen mit T-Shirts in verschiedenen fröhlichen Farben und deutete damit ihre Haltung an. Auch der Vorsitzende der Tafel Rheinbach-Meckenheim, Horst Westermann war anwesend und freute sich über das große Interesse an der Fortsetzung der Serie von Benefizkonzerten, nachdem im Vorjahr das endgültige Aus zu befürchten war.

Bild vergrößern: Die Band NEVER TOO OLD: Hubert Seiler, Ludwig Mickisch, Patrick Roll, Peter Buchholz, Johannes von Depka Bild: © Tafel Rheinbach-Meckenheim
Die Band NEVER TOO OLD: Hubert Seiler, Ludwig Mickisch, Patrick Roll, Peter Buchholz, Johannes von Depka

Mit Mickisch (Bassgitarre und Gesang) spielen Patrick Roll (Gitarre, Gesang, Mundharmonica), Peter Buchholz (Schlagzeug und Gesang), Johannes von Depka (Gitarre und Gesang) und Hubert Seiler (Keyboards). Das Mischpult bediente Leon Roll. Die Formation zeigte sich als gut aufeinander eingestimmt und sprühte vor guter Laune und Spielfreude.
Offensichtlich hat sich um diese Band herum ein Helferkreis gebildet, der bei Vorbereitung und Durchführung dieser Konzertveranstaltung unterstützen, darunter auch der frühere Vorsitzende der Tafel, Dr. Uwe Petersen, der als "Herr der Würste" (so Mickisch im Scherz) sich nicht nur um die Snacks kümmerte, die zum Verkauf angeboten wurden, sondern auch bei Auf- und Abbau des Equipments und der Bestuhlung kräftig mit hinlangte. Den Bonverkauf managte Frederik Wolter.

Das Publikum war in ausgelassener Mitmach-Laune und zeigte gleich bei der Einstimmung auf "Minnie The Moocher" aus dem Film "Blues Brothers", dass man in puncto Mitsingen auf Anhieb die von der Band geforderte Lautstärke und Artikulation traf.

An musikalischen Überraschungen wurde nicht gespart. So trat bei einer Boogie-Improvisationsrunde Michael Mickisch, der Sohn des Bandleaders, als virtuoser Gastgitarrist auf und Leon, der erst 13-jährige Sohn von Patrick Roll brillierte bei "Sweet Home Alabama" am Schlagzeug einschließlich Solo. Das Publikum war begeistert und spendete enthusiastischen Beifall.Ein weiter Höhepunkt war die sehr nahe am Original liegende Interpretation des Superhits der Eagles "Hotel California", dessen Gitarrenduette mit zum Anspruchsvollsten gehören, was es in der Popmusik gibt. Bei "Sympathy For The Devil" stieg Michael Mickisch nochmal mit ein. Das Programm endete mit "Unsere Stammbaum" von den Bläck Fööss. Das reichte aber dem gut gelaunten Publikum keinesfalls. So wurden noch insgesamt fünf Zugaben herbeigeklatscht.

Der Abend endete mit "Auld Lang Syne", dem weltweiten Neujahrsklassiker. Den Schluss-Refrain sang die Band Arm in Arm und a cappella zu Ende und rundete damit den Abend perfekt ab. Das Publikum war happy, die Band erschöpft und happy und alle waren zufrieden, wie aus vielen mündlichen und schriftlichen Anmerkungen und Kommentaren abzulesen war.
Fortsetzung folgt? Hoffentlich!

Text und Foto: Tafel Rheinbach-Meckenheim