Jugendhilfeplanung
Die Jugendhilfeplanung als Pflichtaufgabe jedes Trägers der öffentlichen Jugendhilfe ist im SGB VIII gesetzlich verankert - insbesondere in den §§ 1, 79 und 80 SGB VIII. Jugendhilfeplanung betrifft alle Themenbereiche und Fragestellungen darüber, was Kinder, Jugendliche und Familien brauchen: Treffpunkte für Kinder und Jugendliche, Beratungsangebote für Mütter und Väter oder passende Hilfen in den unterschiedlichsten Notlagen müssen rechtzeitig und ausreichend vorhanden sein. Jugendhilfeplanung ist damit ein wesentliches strategisches Instrument zur Steuerung der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe.
Entsprechend der gesetzlichen Vorgabe besteht die Jugendhilfeplanung aus einem Dreischritt von Bestandsfeststellung, Bedarfsermittlung und Maßnahmenplanung. An der Gesamtheit aller Planungen im Jugendhilfebereich sind eine Vielzahl von Fachkräften sowie der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie beteiligt. Die Jugendhilfeplanerin koordiniert die Jugendhilfeplanung in Meckenheim. Die Koordination der Jugendhilfeplanung nimmt vor allem die Bedürfnisse von Kindern und deren Familien in den Blick. Die Koordination der Jugendhilfeplanung nimmt darüber hinaus an den Sitzungen des Ausschusses für Jugendhilfe und Familie (JHA) teil.
Beteiligung
Jugendhilfeplanende achten darauf, dass die Wünsche, Interessen und Bedürfnisse der jungen Menschen und der Familien im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit den Menschen, die es betrifft und den Fachkräften vor Ort werden die Angebote entwickelt, die gebraucht werden. Die Jugendhilfeplanenden führen Beteiligungsverfahren nicht immer selbst durch, sondern tun dies oft in Kooperation mit der jeweiligen Fachabteilung im Jugendamt oder mit den betreffenden Institutionen, wie Schulen, Jugendtreffs, Vereinen, Beratungsstellen oder anderen Jugendhilfeträgern.
Die AG 78 Jugendring und die AG 78 Kindertagesbetreuung werden als Gremien der freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Vertreterinnen der Einrichtungen und Dienste seitens der Koordination der Jugendhilfeplanung genutzt, um frühzeitig auch freie Träger in Planungen mit einzubeziehen.
Themen
Bedarfsplanung Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege der Stadt Meckenheim
Es müssen ausreichend Plätze in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege zur Verfügung stehen. Dabei muss einerseits geprüft werden, wie viele Kinder wo geboren werden, die einen Platz benötigen, wie viele Zu- und Wegzüge sowie Neubaugebiete es gibt, welchen Betreuungsbedarf die Eltern haben, und andererseits wie viele Plätze wo bereits vorhanden sind, um den erhobenen Bedarf zu decken. Fehlen Plätze, müssen bestehende Kitas erweitert oder neue gebaut werden.
Kommunale Kinder- und Jugendförderplanung (KJFP)
Die Jugendhilfeplanung unterstützt Kinder und Jugendliche beim gelingenden Aufwachsen. Sie sorgt dafür, dass genügend Freizeit-, Ferien- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen. Dazu zählen nicht nur Angebote der Freizeitgestaltung, sondern auch Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen, zum Beispiel vor Alkohol und Drogen, aber auch vor Mobbing und sexuellen Übergriffen. Zusammengefasst geht es darum, Kinder und Jugendliche stark zu machen und eine sichere, aber auch attraktive Umwelt zu schaffen und zu erhalten.
Hilfen zur Erziehung (HzE)
Jährlicher Bericht über die Entwicklung der Erziehungshilfen in Meckenheim
Hilfen zur Erziehung - Bericht 2025: Datei in neuem Fenster öffnen
Bericht über die Entwicklung der Erziehungshilfen und Beratungsleistungen des Sozialen Dienstes in Meckenheim 2025
Frühe Hilfen
Netzwerkarbeit
Jugendhilfeplanung ist Netzwerkarbeit. Jugendhilfeplanungsfachkräfte arbeiten auf verschiedenen Ebene mit unterschiedlichen Gremien, Institutionen und Zielgruppen zusammen. Dazu gehören in Meckenheim u.a. (Liste nicht abschließend):
- der Ausschuss für Jugendhilfe und Familie (JHA) als politischer Entscheidungsträger über die Maßnahmen des Jugendamtes sowie themenspezifische Arbeitsgemeinschaften
- Fachabteilungen aus dem Jugendamt
- AG 78 Jugendring (Träger und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit und -förderung in Meckenheim)
- AG 78 Kindertagesbetreuung
- OGS-Qualitätszirkel (kommunale Arbeitsgruppe zur Qualitätsentwicklung der offenen Ganztagsschulen (OGS) in Meckenheim)
- Netzwerk Kinderschutz (Netzwerk mit Akteuren und Trägern aus der Sozialhilfe, der Gesundheitshilfe, der Sozialarbeit, der Jugendarbeit, den Kindertageseinrichtungen und Schulen, dem Jugendamt sowie den Ordnungsbehörden)
- Jugendamtselternbeirat
- AG Integration
- AG Migration
Jugendhilfeplanung in einfacher Sprache
Was ist Jugendhilfeplanung?
Die Stadt Meckenheim plant mit der Jugendhilfe, was Kinder, Jugendliche und Familien brauchen.
Die Jugendhilfeplanung ist eine gesetzliche Aufgabe. Die Regeln stehen im Sozialgesetzbuch (SGB VIII).
Die Jugendhilfeplanung sorgt dafür, dass wichtige Angebote vorhanden sind. Zum Beispiel:
- Treffpunkte für Kinder und Jugendliche
- Beratungsangebote für Eltern
- Hilfen für Familien in schwierigen Situationen
- Betreuungsangebote für Kinder
So soll es für alle Kinder und Familien genügend passende Angebote geben.
Wie arbeitet die Jugendhilfeplanung?
Die Jugendhilfeplanung arbeitet in drei Schritten:
- Sie schaut: Welche Angebote gibt es schon?
- Sie prüft: Was brauchen Kinder, Jugendliche und Familien?
- Sie plant: Welche neuen oder besseren Angebote werden benötigt?
Viele Fachkräfte arbeiten dabei zusammen. Auch der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie ist beteiligt.
In Meckenheim koordiniert eine Jugendhilfeplanerin diese Arbeit. Sie achtet besonders auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien. Sie nimmt auch an den Sitzungen des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie teil.
Beteiligung
Die Meinung von Kindern, Jugendlichen und Familien ist wichtig.
Deshalb werden sie nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gefragt. Gemeinsam mit Fachkräften werden passende Angebote entwickelt.
Die Jugendhilfeplanung arbeitet dabei oft mit anderen Einrichtungen zusammen.
Zum Beispiel mit:
- Schulen
- Jugendtreffs
- Vereinen
- Beratungsstellen
- anderen Trägern der Jugendhilfe
Auch die Arbeitsgemeinschaften AG 78 Jugendring und AG 78 Kindertagesbetreuung werden frühzeitig an der Planung beteiligt.
Wichtige Themen
• Kindertagesbetreuung: Es soll genügend Betreuungsplätze für Kinder geben.
Dafür wird geprüft:
Wie viele Kinder einen Betreuungsplatz brauchen.
Wo die Kinder wohnen.
Wie viele Familien zuziehen oder wegziehen.
Wo neue Wohngebiete entstehen.
Wie viele Betreuungsplätze es schon gibt.
Wenn Plätze fehlen, werden bestehende Kindertagesstätten erweitert oder neue Einrichtungen gebaut.
• Kinder- und Jugendförderung
Kinder und Jugendliche sollen gut aufwachsen können.
Deshalb gibt es Angebote für:
- Freizeit
- Ferien
- Bildung
Auch der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist wichtig. Dazu gehören Maßnahmen gegen:
- Alkohol und Drogen
- Mobbing
- sexuelle Gewalt
Das Ziel ist:
Kinder und Jugendliche sollen sicher leben. Sie sollen ihre Stärken entwickeln können. Meckenheim soll ein guter Ort für junge Menschen sein.
• Hilfen zur Erziehung
Jedes Jahr wird berichtet, wie sich die Hilfen zur Erziehung in Meckenheim entwickeln.
So kann geprüft werden, ob die Angebote den Familien helfen und ob weitere Unterstützung nötig ist.
• Frühe Hilfen
Die Geburt eines Kindes verändert das Leben.
Eltern brauchen manchmal Unterstützung.
Deshalb gibt es Angebote für werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern. Zum Beispiel:
- Eltern-Cafés zum Austausch
- Familienhebammen
- Beratung bei gesundheitlichen Fragen
- Hilfe bei finanziellen Problemen
Diese Angebote sollen Familien im Alltag unterstützen.
• Zusammenarbeit
Jugendhilfeplanung gelingt nur gemeinsam.
Deshalb arbeitet die Jugendhilfeplanung mit vielen Partnern zusammen. Dazu gehören unter anderem:
- der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie
- die Fachabteilungen des Jugendamtes
- die AG 78 Jugendring
- die AG 78 Kindertagesbetreuung
- der OGS-Qualitätszirkel für die Offenen Ganztagsschulen
- das Netzwerk Kinderschutz
- der Jugendamtselternbeirat
Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Kinder, Jugendliche und Familien in Meckenheim die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.
Jugendhilfeplanung in Leichter Sprache
Was ist Jugend·hilfe·planung?
Die Stadt Meckenheim plant Angebote für:
- Kinder
- Jugendliche
- Familien
Das heißt:
Die Stadt überlegt:
Was brauchen die Menschen?
Zum Beispiel:
- Kinder brauchen einen Platz zum Spielen.
- Jugendliche brauchen Treff·punkte.
- Eltern brauchen Beratung.
- Familien brauchen Hilfe in schwierigen Zeiten.
Die Stadt sorgt dafür,
dass es genug Angebote gibt.
Das ist eine Aufgabe nach dem Gesetz.
Wie arbeitet die Jugend·hilfe·planung?
Die Stadt schaut zuerst:
- Welche Angebote gibt es schon?
Dann fragt die Stadt:
- Was wird noch gebraucht?
Danach plant die Stadt:
- Welche Angebote sollen neu entstehen?
- Welche Angebote sollen besser werden?
Viele Menschen arbeiten dabei zusammen.
Zum Beispiel:
- Fach·kräfte
- das Jugend·amt
- der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie
Eine Mitarbeiterin der Stadt koordiniert die Jugend·hilfe·planung.
Sie achtet besonders auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien.
Ihre Meinung ist wichtig
Kinder, Jugendliche und Familien dürfen mitreden.
Sie sagen:
- Was ihnen wichtig ist.
- Was sie brauchen.
- Was besser werden soll.
Auch Fach·kräfte machen Vorschläge.
Gemeinsam entstehen neue Angebote.
Die Stadt arbeitet dabei mit vielen Partnern zusammen.
Zum Beispiel mit:
- Schulen
- Kinder·tages·einrichtungen
- Jugend·treffs
- Vereinen
- Beratungs·stellen
- Wichtige Themen
- Kinder·betreuung
Jedes Kind soll gut betreut werden.
Deshalb prüft die Stadt:
- Wie viele Kinder einen Betreuungs·platz brauchen.
- Wo die Kinder wohnen.
- Wie viele Plätze es schon gibt.
Fehlen Plätze?
Dann werden Kinder·tages·einrichtungen erweitert.
Oder es werden neue Einrichtungen gebaut.
Angebote für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche brauchen gute Freizeit·angebote.
Zum Beispiel:
- Ferien·angebote
- Sport
- Spiel
- Bildung
Kinder und Jugendliche sollen sicher aufwachsen.
Deshalb gibt es auch Angebote zum Schutz.
Zum Beispiel gegen:
- Mobbing
- Alkohol
- Drogen
- sexuelle Gewalt
- Hilfen für Familien
Manche Familien brauchen Unterstützung.
Zum Beispiel bei der Erziehung ihrer Kinder.
Die Stadt prüft jedes Jahr:
- Welche Hilfen gibt es?
- Werden mehr Hilfen gebraucht?
Frühe Hilfen
Ein Baby verändert das Leben.
Eltern haben oft viele Fragen.
Die Stadt bietet deshalb Unterstützung an.
Zum Beispiel:
- Eltern·cafés
- Familien·hebammen
- Beratung
- Hilfe bei Geld·sorgen
- Hilfe bei Gesundheits·fragen
So bekommen Familien Unterstützung von Anfang an.
Zusammenarbeit
Viele Menschen arbeiten zusammen.
Zum Beispiel:
- das Jugend·amt
- Schulen
- Kinder·tages·einrichtungen
- Vereine
- Beratungs·stellen
- der Jugendamts·eltern·beirat
- das Netzwerk Kinder·schutz
Alle haben ein gemeinsames Ziel:
Kinder und Jugendliche sollen gut aufwachsen.
Familien sollen die Hilfe bekommen,
die sie brauchen.