Jetzt stehen die Fußwege im Fokus

Stadt Meckenheim gewinnt Wettbewerb / Auftaktworkshop am 15. Juli sowie zwei Begehungen geplant

Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Trotzdem kommt das Gehen in der Verkehrsplanung oft zu kurz. In der Stadt Meckenheim soll sich das jetzt ändern: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen Fußverkehrs-Check wurde die Stadt Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmerin ausgewählt. Die Teilnahme-Urkunde nahmen Bürgermeister Sven Schnieber und die Mobilitätsmanagerinnen Nele Allerchen und Liena Humke (Fachbereich Verkehr und Grünflächen) von Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer entgegen. Für die Gewinner des Wettbewerbs ist der gesamte Check kostenlos, er wird vom Land NRW gefördert.

Mit dem Auftaktworkshop geht es nun in die Praxis. Zu diesem Workshop sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Meckenheim eingeladen, um gemeinsam die zwei Routen für die Begehungen auszuarbeiten.

„Gehen hat als nachhaltige Fortbewegungsmethode großes Potenzial, das wir noch besser nutzen können“, sagt Nele Allerchen. „In dem Auftaktworkshop geht es darum, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planung miteinzubeziehen. Essentiell für die Verbesserung von Verkehrsräumen sind die Erfahrungswerte derer, die diese täglich nutzen.“ Fragestellungen, die beim Workshop diskutiert werden, sind unter anderem: Welche Probleme gibt es beim Zufußgehen in der Meckenheimer Altstadt? Wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen? Wo fehlt Platz? Wo könnte ein Zebrastreifen beim Queren einer Straße helfen?

Gemeinsamer Einsatz für Fußgängerinnen und Fußgänger
Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, in dem Meckenheim Mitglied ist. Katja Naefe, zuständig für Fußverkehrsberatung beim Zukunftsnetz Mobilität NRW, erläutert das praktische Prinzip: „Die Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – vor Ort haben Teilnehmer die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren.“ Durch den Austausch zwischen Verwaltung, Politik und der Bevölkerung kann so auch die Beteiligungskultur gestärkt werden. Um einen professionellen und zielführenden Ablauf zu gewährleisten, begleitet und moderiert ein Fachbüro den Prozess und wertet die Ergebnisse aus, damit die Stadt Meckenheim darauf bei Bedarf mit konkreten Maßnahmen aufbauen kann.

Der Auftaktworkshop findet am Mittwoch, 15. Juli, von 18 Uhr bis 20 Uhr in der Aula der Evangelischen Grundschule in der Kölnstraße 1 statt. Eine unverbindliche Anmeldung für die Teilnahme am Workshop ist über das Online-Beteiligungsportal https://beteiligung.nrw.de/portal/meckenheim/ unter dem Reiter „Beteiligungen“ möglich.

Um eine Kontinuität in der Diskussion zu gewährleisten, lädt die Stadt Meckenheim die Bürgerinnen und Bürger überdies dazu ein, auch an den Begehungen und dem im Herbst sich anschließenden Maßnahmen-Workshop teilzunehmen. Die Termine werden noch bekanntgegeben.

Für Fragen und Hinweise rund um den Fußverkehrs-Check in Meckenheim stehen den Interessierten die Mobilitätsmanagerinnen Liena Humke, E-Mail liena.humke@meckenheim.de, und Nele Allerchen, E-Mail nele.allerchen@meckenheim.de zur Verfügung.