A565: Abriss der Bonner Vorlandbrücke und zügiger Ersatzneubau in maximal zwei Jahren

Quelle: Autobahn GmbH

Das Ergebnis intensiver Analyse zeigt, die Brücke kann unter Verkehr nicht betrieben werden. Es muss ein neues Bauwerk errichtet werden, das PKW und LKW-Verkehr wieder aufnehmen kann.

Die linksrheinische Vorlandbrücke der Bonner Nordbrücke muss abgerissen und neu gebaut werden. Die Schäden sind zu massiv. Die bisherige gutachterliche Einschätzung zur Bonner Vorlandbrücke hat sich bestätigt: Die Bonner Vorlandbrücke kann keinen Verkehr mehr aufnehmen. Die bestehende Sperrung für die Straßen unter der Brücke bleibt bestehen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat heute im Lenkungskreis des Bundesverkehrsministeriums über diese Entscheidung informiert.

Die Rheinbrücke Bonn-Nord ist mehr als eine einzelne Brücke. Sie ist ein Brückenzug, ein System aus drei zusammenhängenden Bauwerken: Auf der linksrheinischen Seite führt die 660 Meter lange Vorlandbrücke als Hochstraße aus Spannbeton zur eigentlichen Strombrücke über den Rhein. Diese Strombrücke und auch die rechtsrheinische Vorlandbrücke können weiterhin PKW- und LKW-Verkehr tragen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Es ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Ich weiß, welche Belastung die Sperrung für die Menschen und Unternehmen in der Region bedeuten. Deshalb wollen wir keine Zeit verlieren und starten sofort mit den notwendigen Vorbereitungen. Schon Mitte Juli soll der Zuschlag für den Abbruch der alten Brücke erfolgen. Noch in diesem Jahr wird die Vergabe der neuen Brücke beauftragt. Danach wird es zwei Jahre dauern, bis die neue Brücke steht. Unser Ziel ist es, dass wir diese wichtige Verkehrsader zügig wiederherstellen. Der Bund steht dabei verlässlich an der Seite dieser Region."

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: „Der sofortige Ersatzneubau ist für Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die gesamte Region der schnellste Weg, um die gesamte Nordbrücke wieder verlässlich für PKW und LKW nutzbar zu machen. Ganz wichtig ist für uns jetzt Schnelligkeit. Wir werden daher bei der Ausschreibung das Kriterium der Schnelligkeit zum wichtigen Wertungskriterium machen. Die Ausschreibung wird als funktionale Ausschreibung ausgestaltet, dass Planung und Bau zusammen vergeben werden. Bauwirtschaft und Bauindustrie können so die besten und vor allem schnellsten baulichen Lösungen anbieten. Im Lenkungskreis arbeiten wir mit der Region eng zusammen, damit wir auch immer wieder Lösungen finden, wenn es zu Problemen kommt.“

Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH: „Aus technischer Sicht ist die Lage klar: Die Vorlandbrücke ist nicht mehr zu halten. Die Brücke weist Schäden auf, die nicht mehr zu beheben sind. Allein ein Neubau ist die einzige sichere Lösung, um wieder PKW- und LKW-Verkehr über die Brücke schicken zu können. Wir werden alles unternehmen und innovative und schnelle Bautechnik einsetzen und den Ersatzneubau nun zügig planen und möglichst noch in diesem Jahr zu beginnen."

Wichtigste Eckpunkte:

  • Bonner Vorlandbrücke (linksrheinisch): Abriss und zügiger Ersatzneubau mit angestrebter kurzer Bauzeit von zwei Jahren
  • Bonner Strombrücke (Rheinquerung): Bleibt die nächsten Jahre erhalten und ist standsicher

Mit Bundesverkehrsminister Schnieder, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis arbeitet die Autobahn GmbH in einem Lenkungskreis zusammen, um schnelle und koordinierte Lösungen zu finden.

Die Autobahn GmbH des Bundes wird kurzfristig ein Baukonzept entwickeln und die weiteren Schritte im Lenkungskreis vorstellen.
Die Autobahn GmbH des Bundes ist verantwortlich für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und Verwaltung der Bundesautobahnen. Mit mehr als 13.000 Kilometern Autobahnnetz ist die Gesellschaft einer der größten Autobahnbetreiber Europas.