Stadtchronik - Die kurkölnische Landstadt Meckenheim
1636
Am 28. Juli bekommt Meckenheim die Stadtrechte verliehen.
1644
Das Rathaus brennt ab.
1645
In Meckenheim leben 104 steuerpflichtige Bürger. Davon sind 94 Haus- und Hofbesitzer, 66 bewirtschaften eigenes oder gepachtetes Ackerland, 86 Meckenheimer halten 261 Rinder, 18 besitzen insgesamt 847 Schafe. Das Gewerbe besteht aus 1 Achsenmacher, 2 Bäckern, 2 Branntweinbrennern, 1 Krämer, 2 Müllern, 2 Schmieden, 3 Schneidern, 2 Schuhmachern, 12 Tagelöhnern, 6 Webern und 3 Wirten.
1645
Während des Dreißigjährigen Krieges, am 23. Juni, erobern hessische Söldner unter Oberst Rabenhaupt die Stadt und plündern sie. Der Schaden wird auf 30.000 Taler geschätzt. 38 Häuser und Höfe, die vor dem Untertor liegen, werden verbrannt oder abgebrochen.
1659
Erste überlieferte Abbildung der Stadt Meckenheim aus der "Apologia des Erzstiftes Cöllen".
1726
Das Mariengradenstift verkauft nach etwa 650 Jahren, am 21. Januar, seinen Besitz in Meckenheim an den Freiherren Johann Friedrich von Cler und dessen Frau Johanna Josefa von Moreau. Im Kaufpreis von 20.000 Talern sind alle Güter und Gerechtigkeiten, der landtagsfähige Rittersitz, Mühlen-, Jagd- und Fischereirechte enthalten.
1787
Am 4. März bricht eine Feuersbrunst aus, die in kurzer Zeit den größten Teil der Stadt zerstört. 116 Häuser, darunter der Burghof und der Pfarrhof, brennen ab. Das Pfarrarchiv wird vernichtet.