Stadtchronik - Die ersten schriftlichen Überlieferungen
853
Meckenheim wird erstmals urkundlich erwähnt. Der Priester Herigar vermacht dem Bonner Stift St. Cassius und Florentius im Dorf und der Gemarkung "Meckendenheim" einen Herrenhof mit Haus und Wirtschaftsgebäuden. Ferner 44 Morgen Ackerland und Wiesen, das Recht, an zwei Waldstellen innerhalb der Gemarkung 40 Schweine zur Mast eintreiben zu dürfen sowie drei Weinberge bei Werthoven und Ehlingen und zehn Hörige. Eine zweite wichtige Urkunde gleichen Datums, die von Erzbischof Gunthar von Köln ausgestellt wurde, ließ Herigar das Nutzungsrecht an den genannten Gütern auf Lebenszeit. Zu diesem Nutzungsrecht gehörte auch ein weiterer Hof in Meckenheim sowie einer in "Eversdorp" - Ersdorf.
893
Nach den Aufzeichnungen des Prümer Urbars sind in der Gemarkung Meckenheim zwei Höfe im Besitz des Klosters sowie ein Hof in Altendorf.
1054
Die polnische Königin Richeza aus der Familie der Ezzonen schenkt dem Erzbischof Anno II. von Köln u.a. Grundbesitz in Meckenheim. Der gibt es an das von ihm gegründete Stift Maria ad Gradus in Köln weiter. Das Mariengradenstift wird damit neben dem Cassiusstift der größte Grundherr in Meckenheim.
1131
Die Meckenheimer Kirche wird erstmals erwähnt. Papst Innozenz II. bestätigt dem Cassiusstift seinen Besitz in Meckenheim, u.a. die Kirche, den Zehnten und den Hof des Pastors. Die Kirche wurde auf dem Grund des Cassiusstiftes erbaut. Die erste Kirche wird bereits im 9. Jahrhundert gebaut errichtet sein, worauf das Patrozinium des hl. Johannes des Täufers hinweist.
1144
Papst Coelestin II. bestätigt der Abtei Heisterbach Grundbesitz in Meckenheim. 1138 verkauft die Abtei Heisterbach einen Hof in Meckenheim an den Abt von Corvey, der ihn der Kölner Kirche schenkt. Der Hof ist unter dem Namen "Kölnhof" in der Meckenheimer Geschichte vermerkt. Nach seinem Abriss 1968 wurde die evangelische Grundschule an seinem Standort gebaut.