Infrastruktur

Die Verbesserung der Durchlässigkeit des Radverkehrsnetzes sowie dessen Erweiterung bei der Planung von neuen Entwicklungsgebieten gehört zu den Handlungsschwerpunkten der Meckenheimer Radverkehrsförderung.

Das Meckenheimer Radverkehrsnetz besteht aus zahlreichen, selbständig geführten Wegen. Abseits dieser Wege wird angestrebt, dem Radverkehr situationsangepasst eine sichere und komfortable Führung im Verkehrsraum bereitzustellen. Aufgrund schmaler Straßenraumbreiten in den älteren Siedlungsbereichen, erfolgt dies meist im Mischverkehr oder in Teilseparation mit dem Angebot von Schutzstreifen. In diesem Sinne wurden in der Altstadt auf der Klosterstraße 2002 und im Zuge der Deckenerneuerung auf der Adendorfer Straße 2007 Schutzstreifen auf den beiden Hauptverkehrsstraßen markiert.
Ein Großteil der Einbahnstraßen ist bereits für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet.

Bei der Planung der beiden bedeutenden Stadterweiterungsflächen in Meckenheim – Nördliche Stadterweiterung und Merler Keil – wurden die Belange des Fuß- und Radverkehrs in besonderer Weise berücksichtigt. Die Anbindung der Nördlichen Stadterweiterung wird für den Rad- und Fußverkehr über eine neue großzügige Unterführung im Bereich des Bahnhof Meckenheim erfolgen. Hiermit wird dem nichtmotorisierten Verkehr nicht nur ein direkter Zugang zum SPNV eingerichtet, sondern es wird ihm auch gegenüber dem Kfz-Verkehr eine weitaus direktere und schnellere Verbindung in die Altstadt angeboten. Die innere Erschließung der nördlichen Stadterweiterung erfolgt über selbständig geführte Wege für den Rad- und Fußverkehr und verkehrsberuhigte Bereiche.
Auch der städtebauliche Entwurf des Merler Keils ist davon geprägt, dass kleinräumige Kfz-Durchgangsverkehre vermieden werden sollen, dem Rad- und Fußgängerverkehr aber direkte Verbindungen in die Nachbarquartiere eingeräumt werden.

Das Meckenheimer Radverkehrsnetz wurde mit einer Wegweisung nach FGSV-Standard im Jahr 2000 ausgeschildert. Eine Radverkehrswegweisung erfüllt aber nur dann ihren Zweck, wenn die Ausschilderung der Ziele lückenlos erfolgt. Um dies zu gewährleisten, wurde 2003 das Netz erneut befahren und mit Hilfe des Wegweisungskatasters die Beschilderung nach ihrer Vollständigkeit überprüft.
Fehlende Schilder wurden anschließend erneuert und sonstige Mängel wurden beseitigt.

Aufgrund der selbständig geführten Wege gibt es zahlreiche Querungsstellen über Straßen, die zur Sicherung des Radverkehrs oftmals mit Umlaufschranken ausgestattet sind. Damit diese ohne Einbuße bei der Verkehrssicherheit komfortabel vom Radverkehr umfahren werden können, wurden 1999 mit den „Meckenheimer Empfehlungen zur Gestaltung von Umlaufschranken“ spezielle Aufstellkriterien aufgestellt. Der Baubetriebshof bekam den Auftrag, alle Umlaufschranken nach diesen Kriterien umzubauen oder wenn es die Situation zulässt, diese komplett abzubauen.