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Großartiges Konzert der Tomburg Winds

Musikschule Voreifel feiert Beethoven

Strahlendes Spätsommerwetter bot den perfekten Rahmen für das Konzert des Sinfonischen Blasorchesters Tomburg Winds des VHS-Zweckverbandes Voreifel unter Leitung von Adi Becker im Rheinbacher Freizeitpark. Mehr als 350 Besucher genossen einen fulminanten Nachmittag, souverän und humorvoll moderiert von Roland Keil.

Ursprünglich im Rahmen des Jubiläumsjahres BTHVN2020 als lebendige Begegnung mit Musikerinnen und Musikern der Partnerstädte von Rheinbach, Meckenheim und Swisttal unter dem Motto "Junges Europa trifft Beethoven" geplant, fand die Veranstaltung nun als ein digitales Treffen der jungen Europäer statt. Die Tomburg Winds traten live in voller Besetzung auf und wurden auf einer Großleinwand durch Beiträge junger Musikerinnen und Musiker aus den Partnerstädten unterstützt. Es gab Musik, Chorgesang und Tanz aus Villeneuve-lez-Avignon, Le Mée-sur-Seine, Quesnoy-sur-Deûle (alle Frankreich), Deinze (Belgien), Sevenoaks (Großbritannien) sowie Kamenický Šenov (Stein Schönau/Tschechien).

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Foto: Musikschule Voreifel

Schon der Eingangs-Jingle aus Deinze mit Beethovens „Ode an die Freude“ führte auf witzige Weise in das Thema des Konzertes ein. Die Tomburg Winds brachten Höhepunkte aus ihrem Programm – so u.a. Alfred Reeds „Festival Prelude", „Symphonic Highlights“ aus dem Computeranimationsfilm „Frozen“ („Die Eiskönigin“) von Walt Disney Pictures und Chuck Mangiones berühmtem Soundtrack für den Film „The Children of Sanchez“. Zuvor begeisterte u.a. der junge koreanische Cellist und Schüler der Sevenoaks School Daniel Ryu mit dem ersten Satz der Beethovensonate A-Dur op. 69 und spielte sich in die Herzen aller Zuhörer.

Höhepunkt des Konzertes war die Uraufführung der für diesen Anlass entstandenen Auftrags-Komposition „Herr Beethoven wacht auf“ von Andrew Noah Cap. Der aus Südafrika stammende Lehrer der Musikschule Voreifel ist zugleich Komponist sowie Arrangeur und schickte den großen Ludwig nach langem Schlaf ins 21. Jahrhundert. Die Tomburg Winds setzten das Stück unter dem souveränen Dirigat von Adi Becker wunderbar um – zum Schluss mit digitaler Zuschaltung der jungen europäischen Musiker und der gemeinsamen Aufführung der „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven“. Dieses gelungene Finale war nur möglich, weil Adi Becker in stundenlanger Arbeit zuvor die Einspieler „auf (Klick) Spur“ gebracht hatte. Dieser bewegende Moment wird allen Konzertbesuchern im Gedächtnis bleiben genauso wie die schließlich noch einmal gemeinsam gesungene „Ode an die Freude“.

Unter den begeisterten Gästen waren die Swisttaler Bürgermeisterin und Verbandsvorsteherin Petra Kalkbrenner mit ihrem Mann, der Rheinbacher Bürgermeister Ludger Banken sowie Meckenheims Bürgermeister Holger Jung, der zugleich Vorsitzender der Verbandsversammlung ist. Rheinbachs Beigeordneter Raffael Knauber kam in Begleitung seiner Ehefrau genauso wie Stefan Raetz, Rheinbachs früherer Bürgermeister. Auch Hans-Dieter Wirtz, Beigeordneter der Stadt Meckenheim, verfolgte den Abend in Begleitung seines Ehemannes.

Ludger Banken und VHS-Direktorin Barbara Hausmanns freuten sich bei ihrer Begrüßung besonders auch über die Anwesenheit von Harry Blommaert (Generalkoordinator der Kunstakademie Deinze) mit seiner Ehefrau sowie eine Gruppe junger Tschechen aus Stein Schönau, die gerade an der Rheinbacher Glasfachschule ein Praktikum absolvieren.

Hausmanns würdigte in besonderer Weise die Projektleitung von Claus Kratzenberg, dem ehemaligen Leiter der Musikschule Voreifel und Musiker bei den Tomburg Winds, der über zwei Jahre trotz mehrfacher Verschiebungen durch Corona und zuletzt durch die Flut an dem Vorhaben und der Vision eines großen Europafestes festgehalten hatte. In enger Zusammenarbeit mit Adi Becker rief er ein musikalisches Großereignis ins Leben, das noch lange in den Herzen der Zuhörer sowie in der ganzen Region nachhallen wird.

Das Projekt der Musikschule Voreifel fand in Kooperation mit den Partnerschaftsvereinen der drei Zweckverbandskommunen statt, die tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützten.

Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte Malte Boecker, Direktor des Beethovenhauses Bonn und Geschäftsführer der BTHVN2020 Jubiläums GmbH, übernommen. Er meldete sich mit einer digitalen Grußbotschaft. Judith Schilling vom Bonner Büro der Europäischen Kommission unterstrich den Europagedanken mit einem Infostand, der umfangreiches Material zur EU bereithielt. Als Vertreterin der Beethoven Jubiläumsgesellschaft verfolgte Martina Proske das Konzert.

Reich gefüllt wurden schließlich die Spendenhüte, die zum Schluss herumgereicht wurden. Insgesamt machten die Besucher fast 2300.- € „locker“, die für besondere Schüler-Projekte der von der Flut betroffenen Grundschulen in Meckenheim, Rheinbach und Swisttal gedacht sind.