Inselflair in Meckenheim: Autorin Anne Labus entführte Publikum nach Jersey
Lesung aus dem Roman „Inselsehnsucht – Das alte Kapitänshaus“ begeisterte rund 40 Gäste
Im Rahmen der Meckenheimer Kulturtage 2025 lud der Förderverein LeseZeichen am Freitag, den 27. Juni, zu einer Benefiz-Lesung in die Räumlichkeiten der Bücherbrücke ein. Zu Gast war die Meckenheimer Autorin Anne Labus, die aus ihrem aktuellen Roman „Inselsehnsucht – Das alte Kapitänshaus“ las und das Publikum mit auf eine literarische Reise auf die Insel Jersey nahm.
Durch die geöffneten Fenster im lichtdurchfluteten ersten Stock der Bücherbrücke drang laue Sommerabendluft und passte damit perfekt zur Stimmung des Abends. Mit gefühl- und sehnsuchtsvollen Liedern stimmte Udo Weinbörner, der Mann von Anne Labus, die Gäste auf den Abend ein.
Christian Dürig begrüßte die Autorin, ihren Mann und die Gäste und lüftete dann das Geheimnis des Künstlernamens von Anne Labus. Sie schreibe unter diesem Namen ihre Romane, um sich von ihrem Mann Udo Weinbörner, der das Genre der mittelalterlichen Krimis bevorzuge, abzusetzen. Augenzwinkernd zitierte Chrisitan Dürig Udo Weinbörners Beschreibung der Romane seiner Frau: „Sie schreibt wie Rosamunde Pilcher, nur viel besser.“
Spannend wurde es, als Anne Labus über ihre Arbeit als Autorin berichtete: Sie greife beim Schreiben gern auf eigene Erfahrungen und Erlebnisse zurück. Und auch dieser ihrer mittlerweile zehn Romane basiere auf zwei Aufenthalten auf der Insel Jersey, bei denen sie nicht nur Inspirationen sammelte, sondern auch gezielt recherchierte. Eine Pension, in der sie logierte, wurde schließlich zum Vorbild für das titelgebende Kapitänshaus.
Im Roman vererbt die Besitzerin des alten Kapitänshauses nach ihrem unerwarteten Tod diese Pension an ihre Töchter - allerdings unter einer Bedingung: Ein Jahr lang müssen sie abwechselnd für eine Weile das Gästehaus weiterführen, bevor sie entscheiden können, ob sie es behalten oder verkaufen.
Hier startete Anne Labus mit der Vorstellung ihres Romans: Sie las die Szene, in der die Töchter den Brief ihrer verstorbenen Mutter öffnen. Im Verlauf des Abends präsentierte sie noch weitere zentrale Szenen aus ihrem Roman, unterbrochen von einer kurzen Pause, in der die Gäste von den LeseZeichen mit Getränken versorgt und in der vor allem weitere wunderbare Lieder von Udo Weinbörner vorgetragen wurden. Kurzweilig ließ die Autorin Anekdoten von ihrer Reise nach Jersey und den netten Begegnungen in die Lesung einfließen. Bewusst offen ließ sie das Ende ihres Romans– zur Freude all jener, die nun neugierig auf das Buch geworden waren.
Der erste Vorsitzende der LeseZeichen, Christian Dürig, bedankte sich bei Anne Labus für den gelungenen Abend. Schmunzelnd betonte er, dass die LeseZeichen das Ehepaar Weinbörner als eingespieltes Team betrachten, deshalb überreichte er beiden zusammen ein kleines Präsent. Die LeseZeichen hoffen, dass auch weitere Romane des Ehepaars – egal ob es ein Jersey-Roman oder ein Mittelalter-Krimi ist – in der Bücherbrücke präsentiert werden.
Anne Labus dankte den LeseZeichen, aber auch der Bücherbrücke und für die Möglichkeit, ihr Werk vorstellen zu dürfen. Sie kündigte an, dass noch drei weitere Romane der Serie „Jersey-Träume“ folgen werden.
Der Abend klang mit der Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit der Autorin aus. Die Gäste konnten Bücher kaufen, sie signieren lassen und von der Autorin Reisetipps für die Insel Jersey erhalten.
Text und Foto: LeseZeichen Förderverein Bücherei Meckenheim e.V.