Neubauprojekt am Schulcampus feiert Richtfest
Größtes Investitionsvorhaben der Stadt Meckenheim
Meckenheim investiert in die Zukunft. Mit dem Neubauprojekt am Schulcampus entstehen bis Sommer 2026 neue Schulgebäude für das Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) und die Geschwister-Scholl-Hauptschule (GSH) sowie bis Sommer 2027 ein kombiniertes Aula- und Mensa-Gebäude samt neuem Außengelände und eine Parkgarage. Nachdem der Rohbau für das Gymnasium steht, feierte das Großprojekt der Stadt Meckenheim jetzt sein Richtfest. Im Beisein von Bert Sluyter, Niederlassungsleiter des Generalunternehmers Ten Brinke, sprach Bürgermeister Holger Jung von einem besonderen und bedeutungsvollen Tag für Meckenheim, für die Gemeinschaft und ganz besonders für die jungen Menschen. „Heute feiern wir nicht nur den Rohbau und das Dach über dem Kopf. Wir feiern die Zukunft unserer Stadt, die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. „An der Zeremonie nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Verwaltung, Schulen, Kirchen und der am Bau beteiligten Unternehmen teil, darunter der künftige Meckenheimer Bürgermeister Sven Schnieber.
Das Gesamtprojekt ist mit einem Auftragsvolumen von rund 126 Millionen Euro das bisher größte Investitionsvorhaben der Stadt Meckenheim. Den Auftrag für die Umsetzung hatte Ten Brinke erhalten. Das international tätige Projektentwicklungs- und Bauunternehmen war gemeinsam mit den Planungsbüros SSP AG und brandenfels landscape + environment als Sieger aus einem Teilnahmewettbewerb und einem EU-Vergabeverfahren hervorgegangen, nachdem der Rat der Stadt Meckenheim das Projekt einstimmig beschlossen und verschiedene Auswahlkriterien verabschiedet hatte.
Erst im März hatten die Projektbeteiligten an gleicher Stelle gestanden und den Grundstein gelegt. Seitdem ist sehr viel passiert und das Neubauprojekt am Schulcampus hat deutliche Konturen angenommen. „Ich hatte das Privileg – unabhängig von der Möglichkeit der Nutzung der Webcams – den Baufortschritt aus der ‚Loge der dritten Etage des Rathauses‘ beobachten zu dürfen. Und was dort insbesondere in den letzten zwei Monaten geleistet wurde, ist phänomenal. Es war tatsächlich eine Punktlandung bis zum heutigen Tag“, lobte Holger Jung und beglückwünschte alle Beteiligten zu diesem „fantastischen Kraftakt.“
Mit dem neuen Schulstandort schaffe die Stadt Meckenheim beste Voraussetzungen, damit Schülerinnen und Schüler schon heute die Kompetenzen erwerben, die sie morgen brauchen, so der Bürgermeister. „Unsere Investition in den Neubau unserer Schulen ist eine Investition in die Zukunft.“ Die wachsenden Gebäude und der neue Campus stehen für einen modernen Schulstandort und eine lebendige Bildungslandschaft. „Sie werden ein Ort sein, an dem Neugier und Innovation wachsen können, an dem Toleranz und gegenseitiger Respekt gelebt werden und an dem Schülerinnen und Schüler in einem nachhaltigen, fortschrittlichen und digital höchsten Anforderungen entsprechenden Lernumfeld zu selbstbewussten und engagierten Persönlichkeiten heranwachsen können“, betonte Holger Jung und ergänzte: „Die Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen sollten und werden bessere Startchancen haben als andere in der Region und das ist ein immenser Standortvorteil für unsere Stadt und die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger.“
Bevor der als Zimmermann passend gekleidete Bauleiter Andreas Hülsken den traditionellen Richtspruch vortrug, ging Bert Sluyter, Niederlassungsleiter Bau bei Ten Brinke, näher auf das Großprojekt ein: „Wir schaffen hier einen modernen Bildungsstandort, der höchste Anforderungen an die Lernumgebung, die architektonische Qualität und die nachhaltige Ausführung der Neubauten erfüllt. Dabei arbeiten wir mit einer taktgesteuerten Terminplanung, die für effiziente Abläufe auf der Baustelle sorgt. Dank der präzisen Koordination aller Gewerke liegen wir im Zeitplan.“
Gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Hans Dieter Wirtz, der Technischen Beigeordneten Bianca Lorenz, den beiden Schulleitern Dirk Bahrouz (KAG) und Peter Hauck (GSH), Architekt Guido Handschmann (SSP) und dem Bauleiter Andreas Hülsken stießen Holger Jung und Bert Sluyter auf den wichtigen Meilenstein des Neubauprojekts an und wünschten weiterhin einen erfolgreichen und unfallfreien Fortgang der Arbeiten auf der Großbaustelle. Nachdem die Nägel symbolisch in einen Balken geschlagen worden waren, bewegte sich der prächtige Richtkranz in luftige Höhen.
In mehreren Bauphasen entstehen am Schulcampus Meckenheim insgesamt vier Neubauten: das dreigeschossige Konrad-Adenauer-Gymnasium, die ebenfalls dreigeschossige Geschwister-Scholl-Hauptschule, ein gemeinschaftliches Mehrzweckgebäude mit Aula, Mensa und Fachräumen sowie eine Hochgarage mit 250 Stellplätzen. Funktionalität, Design und Umweltschutz prägen das gestalterische Konzept des künftigen Campus. Dazu gehören beispielsweise großzügige Lichthöfe in den Baukörpern, Jahrgangs- und Fachraumcluster sowie Podeste und Stufenanlagen auf dem Schulhof, die Unterricht im Freien ermöglichen.
Die Gesamtnutzfläche der Schulgebäude beträgt rund 15.000 Quadratmeter. Im Sinne des Schulcampusgedankens wird die benachbarte Theodor-Heuss-Realschule in die neugestaltete Schul- und Außenanlagenlandschaft harmonisch mit einbezogen.
Übersicht der Neubauten am Schulcampus
Der Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ist ein dreigeschossiger Baukörper mit zwei großzügig angeordneten Innenhöfen, die für eine natürliche Belichtung der Schulbereiche in jeder Etage sorgen. Für ca. 900 Schüler und Schülerinnen entstehen auf rund 8.100 m² Nutzungsfläche modernste pädagogische Angebote bestehend aus Jahrgangs- und Fachraumclustern. Ergänzend ist das Kreativcluster mit Angeboten für die Unterrichtsfächer Musik und Kunst im Gemeinschaftsgebäude verortet.
Der Neubau der Geschwister-Scholl-Hauptschule ist ebenfalls ein dreigeschossiger Baukörper mit einem zentralen glasüberdachten Lichthof. Für ca. 300 Schüler und Schülerinnen bieten die ca. 4.300 m² Nutzungsfläche neben modernen Räumlichkeiten Angebote zur praxisorientierten schulischen Bildung und Berufsvorbereitung.
Der Neubau des gemeinschaftlichen Mehrzweckgebäudes, von dem alle drei weiterführenden Schulen, also auch die Theodor-Heuss-Realschule profitieren, ist ein zweigeschossiger Gebäudekomplex und beinhaltet neben der Aula mit Bühne für insgesamt 500 Personen auch eine Mensa mit Ausgabeküche. Im Obergeschoss befinden sich die Musik-, Kunst- und Bühnenwerkstatträume. Dies auf einer rund 2.500 m² großen Nutzfläche.
Die vorherigen Parkplätze an der Königsberger Straße werden durch eine Hochgarage mit 250 Stellplätzen ersetzt. Straßenseitig erfolgt die Anbindung über eine Ein- und Ausfahrt an die Königsberger Straße; fußläufig auch über den Schulcampus, nördlich hinter dem Schulgelände, wodurch zukünftig ein sicherer Zugang auf und über das Gelände mit den vielfältigen Fuß- und Radwegen gewährt wird. Ein weiterer Zugang für Fußgängerinnen und Fußgänger bindet den Neuen Markt an die Hochgarage an und ermöglicht so deren kombinierte Nutzung.
Der Schulcampus Meckenheim gefällt künftig mit drei Schulneubauten, dem Konrad-Adenauer-Gymnasium im Norden, der Geschwister-Scholl-Hauptschule im Westen und dem Gemeinschaftshaus mit der Mensa und Aula im Osten. Untereinander sind die Gebäude über einen so genannten Drachengang miteinander verbunden. Auch eint sie die ansprechende Holzfassade. Durch ihre Einbindung in den städtebaulichen Kontext mit der jeweiligen Orientierung der Haupteingänge zur „Mitte“ sowie der gleichberechtigten Integration der Theodor-Heuss-Realschule im Süden mündet der Schulcampusgedanke in einem gemeinsamen grün und abwechslungsreich gestalteten innenliegenden Schulhofbereich.