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Beispielgebendes Projekt: Coolnesstraining am Schulcampus Meckenheim

Kreissparkasse fördert die Arbeit mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro

Es ist ein Leuchtturmprojekt, mit dem der Schulcampus Meckenheim überregional auf sich aufmerksam macht. Gemeint ist das „Coolness-Training“, welches an den drei weiterführenden Schulen, Geschwister-Scholl-Hauptschule, Theodor-Heuss-Realschule und Konrad-Adenauer-Gymnasium, als soziale Trainingskurse durchgeführt wird. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Lehrkräfte und Beschäftigte in der Kinder- und Jugendarbeit sowie einer anschließenden Fortbildung für Trainer informierte Andreas Jung, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe der Stadt Meckenheim, gemeinsam mit weiteren Projektbeteiligten über den Erfolg des „Coolness-Trainings“. Zudem übergaben Sonja Schallenberg, Regionaldirektorin der Kreissparkasse (KSK) Köln für Meckenheim, und Patrick Hupperich, Filialdirektor der KSK-Filiale Neuer Markt, einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro für die Projektarbeit.

Foto zeigt die Projekt-Beteiligten am Schulcampus.
Gruppenbild am Schulcampus Meckenheim: Die Projekt Beteiligten, darunter der Leiter der städtischen Jugendhilfe Andreas Jung (5.v.r.), sehen sich auf dem richtigen Weg.

 

„Das ist was ganz Besonderes, ein außergewöhnliches Projekt“, lobte Peter Hauck, Leiter der Geschwister-Scholl-Hauptschule, die gewinnbringende Kooperation. Wie die Stadt Meckenheim und die drei Schulen an einem Standort dies hinbekämen, dafür könne man sich schon mal auf die Schulter klopfen. Andreas Jung knüpfte daran an und unterstrich die „herausragende Zusammenarbeit.“ Ulrich Krämer ging noch weiter: „Sowas wie hier, dass alle Schulen an einem Strang ziehen und die Stadt mit im Boot sitzt, das habe ich noch nicht erlebt. Für mich ist das ein Vorzeigeprojekt“, sagte Krämer, der seit 18 Jahren Trainer ausbildet.

Das „Coolness-Training“ richtet sich verbindlich an alle Siebtklässler und erzielt beachtliche Ergebnisse. „Die Hand-in-Hand-Arbeit zwischen Schule, Stadt Meckenheim und offener Jugendarbeit, zwischen Trainern und Schülern ist eine Erfolgsgeschichte und wirkt sich positiv aus. Alle Beteiligten profitieren in erheblichem Maße davon“, erläuterte Axel Kintscher, Schulsozialarbeiter an der Geschwister-Scholl-Hauptschule und einer der Trainer. „Es hilft beim Erwachsenwerden in der Gemeinschaft“, unterstrich Dirk Bahrouz, Leiter des Konrad-Adenauer-Gymnasiums.

Seit dem Start der sozialen Trainingskurse im Jahr 2011 haben annähernd 2.000 Schüler der drei weiterführenden Schulen in Meckenheim daran teilgenommen. Die Wurzeln reichen noch weiter zurück. Bereits zwei Jahre zuvor hatte die Theodor-Heuss-Realschule solche Kurse eingerichtet.

Die Stadt Meckenheim, deren Jugendhilfe und –arbeit, sowie die Schulen treiben das Projekt zielgerichtet voran und lassen mittlerweile eigene Trainer ausbilden. An der Finanzierung beteiligt sich maßgeblich die Stadt Meckenheim, gemeinsam mit den Schuleinrichtungen und der RheinFlanke, dem Kooperationspartner der städtischen Jugendarbeit.

„Diese Ausbildung erweist sich bei der täglichen Arbeit mit unseren Kindern und Jugendlichen als gewinnbringend“, berichtete Hanna Esser, Jugendpflegerin der Stadt Meckenheim. Das Coolness-Training richtet sich nicht ausschließlich an sozial auffällige und aggressive Schüler, sondern verfolgt vielmehr ein ganzheitliches Ziel. Durch den Einsatz systematischer Übungsansätze werden alle Schüler hinsichtlich einer Persönlichkeitsstärkung sowie der Reflektion ihres Verhaltens gefördert. Stille und schüchterne Jugendliche erhalten eine Anleitung, sich mutig für ihre Standpunkte einzusetzen. Gefühle wie Angst, Wut und unsoziale Verhaltensweisen werden ebenfalls besprochen, Gewalt und Mobbing werden erkannt und bearbeitet. „Der konfrontative Trainingsstil ermöglicht, dass Problemen und Beeinträchtigungen Raum gegeben wird und die Kinder und Jugendlichen einen selbstbewussten Umgang damit erlernen“, erläuterte Dirk Eckel, Trainer der RheinFlanke Meckenheim, und verweist auf die ergänzenden Kooperations- und Vertrauensübungen, die den Klassenverband stärken.

Die Einrichtungen am Schulcampus Meckenheim legen großen Wert auf die Stärkung der Persönlichkeit und die Förderung von pro-sozialen Verhaltensweisen. Die Teamarbeit innerhalb der Klassengemeinschaft genießt besondere Aufmerksamkeit. „Dadurch erreichen wir einen unmittelbaren Nutzen für alle Schüler“, betonte Andreas Jung, denn die erarbeiteten Regeln fließen unmittelbar in den Schulalltag ein.

Die Kurse finden während der Unterrichtszeit und regelmäßig im Vorfeld etwaiger beruflicher Orientierungsangebote oder vor dem ersten Praktikum statt, damit die Schüler bereits hier das Erlernte anwenden können. Als Übungsorte dienen die Funktionsräume der Schulen ebenso wie das Raumangebot im städtischen Mosaik-Kulturhaus. Die Trainer greifen dort auf einen umfangreichen, schulübergreifenden Materialfundus zurück.

Mit Unterstützung der Meckenheimer Filiale der Kreissparkasse (KSK) Köln wurden unter anderem ein Kletterseil und die „Landkarte der Gefühle“ angeschafft. Den Termin im Mosaik-Kulturhaus nutzten auch Sonja Schallenberg, Regionaldirektorin der KSK Köln für Meckenheim, und Patrick Hupperich, Filialdirektor der KSK-Filiale Neuer Markt, um auf die finanzielle Unterstützung der Kreissparkasse einzugehen. „Uns liegen die Menschen in Meckenheim sehr am Herzen“, sagte Sonja Schallenberg und nannte das Projekt ein „super cooles Projekt. Wir sind froh, dass das Geld genau hier investiert wird.“

Andreas Jung bedankte sich für das finanzielle Engagement und betonte: „Die Verzahnung von Stadt Meckenheim, Schulen und offener Kinder- und Jugendarbeit ist beispielgebend.“ Auch er sprach von einem Vorzeigeprojekt, welches die Stadt Meckenheim nicht nur aktiv vorangetrieben hat, sondern an dem sie sich auch finanziell maßgeblich beteiligt.

Um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, wurden Interessierten im Mosaik-Kulturhaus Einblicke in das Coolness-Training am Schulcampus Meckenheim gewährt sowie aktive und potenzielle zukünftige Trainer weitergebildet. Zudem finden sich Mitarbeiter der städtischen Jugendhilfe, Trainer und Schulleitungen jährlich zu einem Wirksamkeitsdialog zusammen. Er garantiert die Qualität und Bedeutung der einzigartigen Maßnahme.

Kontakt
Stadt Meckenheim
Fachbereich Jugendhilfe
Hanna Esser (Jugendpflegerin)
Siebengebirgsring 4
53340 Meckenheim
Tel. (02225) 917-289
E-Mail: hanna.esser@meckenheim.de